Urlaub mit Kleinkind

Sommerurlaub 2015 

Es ist so gut wie Sommer und so lange die Kinder nicht schulpflichtig sind, will man natürlich nicht unbedingt innerhalb der Ferien verreisen. Geld sparen und so! 
Und auch wir wollten eigentlich dieses Jahr zum ersten Mal mit den Zwergen gaaaaaaanz weit weg fliegen. Hat sich aber aus folgenden Gründen so gut wie zerschlagen: Ich habe Urlaub im Juni. Da hat aber der Große Geburtstag und wir bekommen wohl Besuch. Außerdem sind die Kinderpässe noch nicht da und wir haben noch genug in unserem Häuschen zu tun. Den nächsten großen Urlaub habe ich dann im September, also zum Geburtstag des Kleinen, was wieder das Besuchsproblem ergibt. Das hätten wir aber einfach ausfallen lassen (also das besucht werden) und wären trotzdem geflogen, wenn nicht der Große ab August einen Kindergartenplatz bekommen hätte. Nach 4 Wochen Kindergarten(-eingewöhnung), muss ich nicht direkt wieder 1-2 Wochen verreisen und das Kind danach wieder bei Null anfangen lassen.  

Warum in die Ferne schweifen... 

Was machen wir also? Genau, wir bleiben hier und werden vielleicht spontan mal unsere niederländischen Nachbarn und die Nordsee besuchen. Oder Tagesausflüge machen. Oder den ganzen Tag im Schwimmbad verbringen, gutes Wetter natürlich vorausgesetzt. 
Da ich oft aber ziemlich verkopft bin, stand der Urlaubsplan mit "Wegfliegen" schon so ziemlich fest in meinem Kopf und natürlich auch die komplette Planung für diesen. Wohin, was brauchen wir, wie muss das Hotel sein, was darf das Ganze kosten? Und an meiner Planung lasse ich euch jetzt im Zuge einer Blogparade einfach mal Teil haben :-)

Kleinkinder in der Sandkiste
Buddeln statt Wandern

Wohin soll's denn gehen?

Nachdem beide Jungs total gerne Buddeln und weniger gerne lange Strecken laufen: ans Meer!!! 
Aber bitte direkte Strandlage! Die Kinder sind ein und zwei Jahre alt und ich habe weder Lust, die beiden in sengender Hitze zum Strand zu tragen, noch zu schieben. Auch mit so einem kleinen Shuttlebus will ich nicht mitfahren, da sind mit Sicherheit keine Kindersitze drin und unsere schleppe ich nicht mit. Wir haben Reboarder, die sind ja noch mal eine Ecke sperriger (und schwerer), als vorwärtsgerichtete Kindersitze. Dann vielleicht noch ein Buggy und wir zahlen für Übergepäck mehr, als für den kompletten Urlaub.  
Also ein Hotel direkt am Strand oder wirklich sehr nah dran. 

Ein Pool muss natürlich auch dabei sein. Der muss nicht groß sein und auch keine 5 verschiedenen Rutschen haben. Ein einfaches blau angemaltes Loch im Boden und die Jungs sind glücklich. Zu Hause reicht ihnen schon eine Wäschewanne mit Wasser und die beiden sind mehrere Stunden beschäftigt (und danach klitschnass, die Terrasse überschwemmt, der Rasen ein Morast... ihr kennt das!). Also kleiner Pool mit auf die "Das sollte unser Hotel haben"-Liste. 

Halbpension, All-inclusive? 
Sollte man ein All-inclusive-Schnäppchen ergattern: warum nicht. Andererseits lohnt es sich mit Kind nicht wirklich. So viel essen die ja noch nicht und der Alkoholkonsum hält sich auch in Grenzen. Bei den Kindern eh und bei den Erwachsenen sollte er das auch. Zwei volltrunkene Eltern abends bei der Animation mit kleinem Kind dabei... neeeee, muss nicht sein. 
Halbpension reicht also eigentlich aus. Für mittags kann man oft auch ein bisschen Obst vom Frühstücksbuffet mitnehmen oder im Ort kaufen, Kekse gibt es auch im Ausland und ab und an kann man (gerade im Urlaub) auch mal zur Pommesbude oder zum Pizzamann gehen, wenn der Hunger einen dann doch dorthin treibt. 

"Nur wenige Gehminuten zum belebten Stadtzentrum....." heißt in Katalog-Deutsch ja sowas wie "Halli Galli die ganze Nacht!". "Aufstrebendes Tourismusgebiet... " oder ähnliche Beschreibungen sprechen für "Hier wird viel gebaut! Eure Kinder können den ganzen Tag Bagger gucken und ihr versteht euer eigenes Wort nicht wegen des Lärms!". Also: die Beschreibung gut lesen und vielleicht auch mal bei Google Maps gucken, wo denn das Hotel liegt. Bewertungsseiten sind auch ganz nett, allerdings wenn dann ein Hotel schlecht bewertet wird, weil "...da Steine im Wasser waren!", dann weiß ich auch nicht, wie viel man darauf geben soll.  

Was muss mit?

Klamotten natürlich, normal. 
Pampers für den ersten Tag/die ersten Tage. Irgendwo könnt ihr sicherlich auch welche im Urlaub kaufen, die Frage ist halt nur: was kosten die da? Seid ihr also völlig abgeschnitten von Einheimischen, würde ich versuchen, so viele Wndeln wir ihr irgendwie unterbringen könnt einzustecken. Denn wenn ihr im Hotel-Shop einkaufen müsst, dann kann das teuer werden. 
Sonnencreme. Hier gilt das gleiche Prinzip, wie bei den Windeln. Bekommt man auch am Reiseziel, aber meistens stark überteuert!
Sandspielzeug. Hier würde ich allerdings das ganze Gerumpel zu Hause lassen. Der Weg zum Strand ist z.B. in Spanien ja gesäumt von Ständen mit Eimern, Luftmatratzen, Pool-Nudeln  und Wasserbällen. Und das nicht wirklich teurer, als in Deutschland. Oft braucht ihr (zumindest für den Pool) auch gar nichts mehr zu kaufen, denn viele Urlauber lassen ihre gekauften Luftmatratzen direkt dort zurück. Keine Lust zu schleppen und zu Hause eh nicht zu gebrauchen oder so ähnlich. 
Reiseapotheke. Ein paar Pflaster, Mittel gegen Durchfall, Schmerzen und Fieber sollten schon bei der Abreise vorhanden sein. Vorher mal ein bisschen rumgoogeln, denn oft gibt es Medikamente im Ausland günstiger. Aber bitte auch Einfuhrbestimmungen und sowas beachten! 
Reisebett. Muss man nicht unbedingt mitnehmen, wenn man ein Bett im Hotel bestellt hat. Allerdings habe ich von anderen Eltern im Hotel (als wir selber noch keine Kinder hatten) gehört, dass die Dinger eher wie Kaninchenställe aussehen. Also Metall, wie ein Käfig. Nee, muss nicht sein. Da wir überwiegend familienbetten, brauchen wir aber kein kleines Bett. Ein zusätzliches Bett im Zimmer würde ausreichen. Alles an die Wand geschoben, damit kein Kind rauskullert und alle haben Platz zum Schlafen.
Reisehochstuhl. Müssen wir auch nicht mitnehmen. In den meisten Hotels gibt es Hochstühle und wir haben ja schon relativ große Kleinkinder und die können auch auf den normalen Stühlen sitzen. Zur Not tut es da auch ein Kissen unter dem Po. Außerdem: je geringer der Abstand von Teller zum Kindermund, umso weniger geht auch daneben ;-)

Baby im Wäschekorb
Planschen kann man auch zu Hause

Was gibt's sonst noch zu beachten?

Je nachdem, wohin es gehen soll, braucht ihr eventuell ein Visum. Oder bestimmte Impfungen. Bleibt ihr in Europa, braucht ihr aber nichts davon. Reisepass fürs Kind reicht da. 

Im Flugzeug raten viele Fluggesellschaften dazu, den Kindern die Schuhe auszuziehen, da die Füsse anschwellen können. Also dicke Socken mitnehmen! Außerdem sollte das Kind einen eigenen Sitz haben und bestenfalls im Autositz sitzen. Gerade Babys sollten nicht auf dem Schoß, sondern in der Babyschale transportiert werden. Nicht den kompletten Flug über, aber gerade bei Start und Landung und während Turbulenzen. Für Kleinkinder gibt es das Gurtsystem Cares*, das den vorhandenen Gurt so umwandelt und ergänzt, dass das Kind sicher sitzt. Und man erspart sich das Geschleppe des Autositzes. Einfach mal bei der Fluggesellschaft nachfragen, ob ihr Autositze mitnehmen dürft (darf  man nämlich wohl nicht bei allen) und auch sonst findet ihr auf den Seiten der Gesellschaften nützliche Tips zum Thema Fliegen mit Baby/Kind.

Um den Druck auf die Ohren bei Start und Landung gut ausgleichen zu können: Bonbons! Also etwas zum drauf herumkauen, kann auch Trockenobst oder für größere Kinder ein Kaugummi sein.
Ein neues Buch, extra für die Reise oder ein paar kindgerechte Apps auf dem Tablet verkürzen die Flugzeit uns die Kinder sind erst mal eine Weile beschäftigt.

Was ich generell toll finde, nicht nur für den Urlaub: ein SOS-Armband! Dort könnt ihr eure Handynummer vermerken, so dass, falls das Kind im Gedrängel mal verschütt gehen sollte, ihr angerufen werden könnt und euch so schneller wieder zusammenfindet!

Hier gibt's auch noch schöne Tips zum Verreisen mit Kindern.

Das war's auch schon, in der Theorie könnten wir also direkt losdüsen (wenn die Pässe fertig wären), aber wir haben ja noch ein paar Jährchen Zeit, um die Nicht-Schulpflichtigkeit vom Großen ausnützen zu können. Und: Zuhause is' auch schöön!




Zuletzt aktualisiert am 19.05.2015

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